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Alpine Caterham


 

 

Im November 2012 haben Caterham und Renault eine Kooperation für die Entwicklung gemeinsamer Sportwagen bekannt gegeben.

 

Die beiden Hersteller wollen zusammen eine Plattform entwickeln, dann aber jeweils ein eigenes Fahrzeug auf den Markt bringen, welche sich im Design und ihren Fahreigenschaften voneinander unterscheiden werden.

Zu diesem Zweck beteiligt sich Caterham zur Hälfte an Alpine und übernahm 50 Prozent der Renault-Anteile.

Das neue Unternehmen firmiert seit Anfang 2013 unter dem Name "Société des Automobiles Alpine Caterham".

 

Seitdem brodelt die Gerüchte-Küche, immerhin geht es um nicht weniger als den neuen Renault Alpine und das erste Caterham Straßenmodell seit 19 Jahren ... und es ist - wie immer bei neuen Sportwagenprojekten - nicht einfach die Fakten auszusortieren.

 

Unter Anderem schreibt Renault Folgendes auf deren offiziellen WebPage zu diesem gelungenen Coup:

 

» In der Formel 1, der Königsklasse des Motorsports, gehen Renault und die Caterham Group bereits erfolgreich gemeinsame Wege. Als Motorenlieferant versorgt Renault das Caterham F1 Team mit dem RS27-Weltmeistermotor. Diese enge Partnerschaft weiten die beiden Unternehmen jetzt aus: Künftig werden Renault und Caterham gemeinsam Sportwagen entwickeln. Hierzu übernimmt die Caterham Gruppe 50 Prozent der Société des Automobiles Alpine Renault, die sich derzeit noch im Alleinbesitz der französischen Marke befindet. Bernard Olivier wird die Geschicke der neuen Automobiles Alpine Caterham leiten. Er bekleidet seit Anfang 2011 das Amt des Vice President Transformation der Renault S.A.

Die Heimat der neuen Sportwagenschmiede bleibt Dieppe. Hier werden Renault und Caterham in den nächsten drei bis vier Jahren eigene Groß- und Kleinserienmodelle entwickeln und produzieren. Dabei wird die Automobiles Alpine Caterham für beide Partner jeweils eigenständige Modelle entwickeln, die dem jeweiligen Markenkern entsprechen. Die Weichen für eine Neuauflage des legendären Alpine-Modells von Renault sind somit gestellt.
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Und weiter » ... Am Standort Dieppe entsteht zudem eine gemeinsame Entwicklungsabteilung. Hier fließt das umfangreiche Motorsport-Know-how von Renault Sport Technologies und der Caterham-Tochter Caterham Technology and Innovation zusammen. Caterham ist als Produzent kompromissloser Leichtbaumodelle bekannt. Das im britischen Hingham (Norfolk) beheimate Unternehmen CTI genießt international hohes Ansehen als Spezialist für moderne Werkstoffe und Fertigungsverfahren und hat sich auch bei der Leistungssteigerung von Motoren einen Namen gemacht. ... «

 

Hier findet Ihr die offizielle Renault-WebPage:

Partnerschaft: Renault und Caterham 

 

 


 

 

Nur was wird es denn?

Ein Front-, Mittel-, oder im Einklang mit der Alpine Tradition, ein Heckmotor? EineNew-Age“-Elise oder die anglo-französische Alternative zu einem Porsche Cayman? Und wie wird neue Alpine-Caterham aussehen?

 

Wie gesagt, es ist nicht einfach die Fakten auszusortieren.

 

Renault feierte im Mai 2012 im Rahmen des Großen Preis von Monaco das 50-jährige Jubiläum des historischen Alpine A110 und präsentierte offiziell eine spektakuläre Studie mit dem Namen Alpine A110-50 Concept.

 

 

Unter der Carbon-Karosserie liegt das Gitterrohrchassis des Renault Megane Trophy-Rennwagens und von diesem wurde auch der 3,5-Liter-V6-Mittelmotor mit einer auf 400 PS gesteigerten Leistung übernommen.

 

Nach der Bekanntgabe der Kooperation zwischen Caterham und Renault im November 2012 haben dann findige Kreative das daraus gemacht:

 

 

Nur erfolgte die Bekanntgabe hinsichtlich der gemeinsamen Kooperation sechs Monate nach der offiziellen Präsentation des Alpine A110-50 Concept und zudem ist ja auch die Rede davon, dass sich der Renault und der Caterham im Design und ihren Fahreigenschaften voneinander unterscheiden sollen ...

 

Also betrachtet man das Ganze aus Sicht von Caterham erscheint eine Entwicklung in die Richtung des Rennsportmodells SP/300.R irgendwie sinnvoll.

 

 

Auch hierzu spuken bereits erste Bilder durchs Netz:

 

 

Zudem belegt der Luxuswagen-Hersteller Zeus Twelve bereits heute mit dem Sigma eindrucksvoll, dass man mit dem SP/300.R als Basis durchaus "etwas anstellen" kann :

 

 

 

Man weiß es nicht und die Verantwortlichen werden auch ganz sicher nichts vorzeitig bekannt geben.

Somit bleibt allen Apline-Fans und ganz besonders uns Caterham-Enthusiasten nichts weiter über als weiter zu spekulieren und jeden Bericht subjektiv für sich selbst zu bewerten.

 

 


 

 

Mit Abstand am hilfreichsten finde ich hier bisher den Bericht von PistonHeads.com weil ich denke, dass man hier mit den richtigen Leuten gesprochen hat.

 

Hier findet Ihr den Bericht in englischer Sprache:

Inside story: The Alpine-Caterham 
 

 

Für alle die es lieber in Deutsch lesen wollen, habe ich den Artikel übersetzt und etwas zusammengefasst:

 

Im Rahmen der Rallye Monte-Carlo Historique hatte PistonHeads.com die Möglichkeit mit Bernard Ollivier dem CEO von Alpine-Caterham, Patrice Ratti dem Managing Director Renaultsport Technologie, dem verantwortlichen Ingenieur und Projektleiter Jean-Pascal Dauce sowie Dave Ridley dem Chief Commercial Officer von Caterham zu sprechen und hat versucht von Ihnen einige weitere Informationen über den bevorstehende Alpine-Caterham-Sportwagen in Erfahrung zu bringen.

 

Die Planung befindet sich noch auf dem Reißbrett. Somit ist es noch ein weiter Weg zum ersten Prototypen. Und wenn die Entscheidungen getroffen wurden, würde niemand etwas Konkretes bestätigen. Aber nach einem Vergleich der Notizen aus den verschiedenen Gesprächen, die PistonHeads.com führen konnte, schließt PH daraus, dass der Preis für einen Alpine-Caterham - Caterham und Renault produzieren je ein Sportwagen-Modell unter ihrer eigenen Marke - aller Wahrscheinlichkeit nach in der Region von £ 30.000 liegen wird, das Fahrzeug rund 1.000 kg wiegen wird und eine Version des  1,6-Liter-Turbomotors mit 200 PS-plus aus dem neuen Clio 200 zum Einsatz kommen wird und dass der Sportwagen als puristisch und trotzdem mit einer hohen Alltagstauglichkeit positioniert werden soll.

 

Man kann davon ausgehen, dass es ein Mittelmotor-Sportwagen werden wird, da dies zum Einen der Mittelweg zwischen Caterhams Frontmotor-Wurzeln und Alpines Heckmotor-Historie wäre und zum Anderen die Möglichkeit bietet einen quer eingebauten Vierzylinder-Motor aus dem Renaultsport-Regal zu verwenden. Auch hier können beide Parteien auf die jeweiligen Motorsport-Aktivitäten verweisen.

 

Wie kommt PistonHeads.com zu dieser Schlussfolgerung? Im Laufe des Gesprächs war Bernard Ollivier sehr daran interessiert, das Alpine Erbe als Erbauer von einfachen, leichten Fahrzeugen sowie die Verwendung von Serienteile aus dem Renault-Regal zu besprechen. Ebenso viel der Satz "Freude am Fahren" im Bezug auf die Agilität zum wiederholten Male.

 

"Freude am Fahren bedeutet nicht, große Geschwindigkeit", warnt er. "Es geht nicht darum, in der Lage zu sein mit 300 km/h auf der Autobahn zu fahren, weil Sie das nicht können. Dies ist nicht in unsere DNA. Unsere DNA ist hier, das Fahren in den Alpen." Ebenso sind die Kosten weiteres wichtiges Element.

 

"Für mich ist die größte Herausforderung, die Rentabilität", sagt Ollivier und enthüllt, dass fünf bisherige Versuche, Alpine wiederzubeleben daran scheiterten. "Es ist nicht schwierig, einen Sportwagen zu bauen. Es ist ganz einfach. Die Schwierigkeit, die wir haben ist  profitabel zu sein. Und wie machst du das? Es ist notwendig Teile aus dem Regal zu verwenden" und weiter ergänzt Ollivier: "Es war die DNA von Alpine – man hatte in der Vergangenheit einen echten Sportwagen aber wir hatten aufgrund der Teile sehr niedrigen Kosten für den Besitzer. Die Lösung wird die Gleiche sein."

 

Daher geht PistonHeads.com davon aus, dass der 1.6 Turbo-Motor aus dem neuen Clio 200 oder ein ähnlicher Motor zum Einsatz kommen wird.. "Ich denke, ein kleiner Turbomotor ist der richtige Weg", sagt Ratti. "Er spart CO2, ebenso wie ein Doppelkupplungsgetriebe."

Ja, richtig gehört. Lotus hat damit zu kämpfen, dass die Handschaltung der Elise und Evora reibungslos mit den ursprünglich als Frontantrieb ausgelegten Motoren funktioniert. Wenn der Alpine-Caterham in einer ähnliche Konfiguration, jedoch mit Shift-by-wire - nur mit Shift-by-wire sind semiautomatische Getriebe ohne Kupplung realisierbar - ausgestattet wäre, würde dies eine Menge Aufwand und Kosten sparen.

 

Also, wahrscheinlich eine automatische Schaltung. Und ein weiterer Mainstream-Ansatz der passiven Sicherheit entgegen der traditionellen Denkweise Caterhams. ESP wird vorhanden sein, jedoch wird es abschaltbar sein. Zudem wird die nächste Version des Renault Sport Monitors - das System zeigt derzeit in Echtzeit Daten wie Querbeschleunigung, Drehmoment, Motorleistung, Ladedruck, Öltemperatur usw. an - mit erweiterten Funktionen mit denen der Fahrer dann Gas Mapping, Lenkung und andere Parameter konfigurieren kann, verfügbar sein. Dies erhöht den Fahrspaß für enthusiastische Fahrer, sagt Ratti.

 

Wo wird sich der Alpine-Caterham positionieren? Sowohl Ollivier als auch Ratti sagen, dass es ein „Hardcore“-Sportwagen ähnlich der Lotus Elise, jedoch mit der Alltagstauglichkeit eines Porsche Cayman sein wird, der jedoch günstiger als Beide sein wird.

 

Was hat David Ridley von Caterham zu dieser Diskussion ergänzt? Nach der Rückkehr aus Frankreich sprach PistonHeads.com mit ihm und David Ridley sprach davon, dass „zugänglicher Fahrspaß“ und die "Caterham DNA des Leichtbaus" die Leitlinien aus der Sicht von Caterham sind. Er sagte, dass sich die Philosophie von Caterham nicht ändern wird und dies ist eine hervorragende Chance für Caterham ist deren Kenntnisse, Erfahrungen und Engineering-Kompetenz in der Entwicklung eines beeindruckenden, neuen Sportwagens zu präsentieren.

 

 


 

 

Hinsichtlich des Konzepts gibt es nun den nächsten Hinweis.

 

Mitte Juli hat man den ersten Erlkönig unter einer modifizierten Karosserie eines Lotus Elise auf der Nordschleife erwischt.

 

Hier ist der Artikel und die Bilder 

 

Somit wird es wohl ein Mittelmotor-Konzept.

 

 

 


uk.caterhamcars.com 

 

 

 

 

 

 

 

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